nutzpflanzen

goji, gemeiner bocksdorn (lycium barbarum)

ein nachtschattengewächs, dass unter dem namen “goji” in letzter zeit enorm an populärität gewonnen hat, ist der gemeine bocksdorn (lycium barbarum). seinen vitaminreichen früchten, den goji-beeren, werden (u. a.) verjüngende wirkungen nachgesagt. entsprechend groß ist deshalb die auswahl an produkten, die der handel bereit hält.

gemeiner bocksdorn

die goji-beere ist getrocknet, pulverisiert, als tee und saft zu erhalten. in der traditionellen chinesischen medizin wird sie zur stärkung des immunsystems, bei augenleiden und zu hohem blutdruck eingesetzt. weitere infos zu ihren (neben)wirkungen bietet dieser englischsprachige artikel.

ich halte von solchen “wundermitteln” nichts. denke aber, im rahmen einer ausgewogenen ernährung passt der gelegentliche verzehr ganz gut.

lycium barbarum

der gemeine bocksdorn (lycium barbarum) wächst strauchförmig, längere äste hängen über und können mehr als zwei meter lang werden. er ist winterhart, bevorzugt einen sonnigen standort und lässt sich durch stecklinge oder samen vermehren.

die vermehrung aus samen

die ca. zwei millimeter großen goji-samen sind im fachhandel zu erhalten. sie werden vor der aussaat für acht bis zwölf stunden in zimmerwarmem wasser eingeweicht. die saattiefe beträgt einen halben zentimeter.

goji sämlinge

als substrat habe ich handelsübliche kakteenerde verwendet. diese hält man gleichmäßig feucht, aber nicht nass. bei temperaturen von ca. 23 grad tagsüber und 16 grad während der nacht, zeigten sich die ersten keime bereits nach einer woche.

der ideale standort für die aufzucht des gemeinen bocksdorn ist hell, aber ohne direkte sonne, bei temperaturen ab 20 grad. um die luftfeuchtigkeit zu erhöhen, kann man einen gefrierbeutel über den topf stülpen. damit sich kein schimmel bildet, muss täglich gelüftet werden.