engelstrompeten (brugmansia)

aufgrund der form ihrer blüten, sind die mitglieder der gattung brugmansia als engelstrompeten bekannt. sie werden manchmal auch als trompetenbaum oder stechapfel bezeichnet. den letztgenannten namen tragen sie, da sie früher einmal der gattung datura zugeordnet waren. die beliebten kübelpflanzen können mehrere meter hoch werden und stammen aus südamerika.
engelstrompeten sind weiß, orange, pink, rot oder mehrfarbig blühend zu erhalten. es existieren auch zuchtformen mit gefüllten blüten. je nach art oder sorte, eignen sie sich für sonnige bis halbschattige standorte. da sie nicht frostrestistent sind, müssen sie im haus überwintert werden.
alle pflanzenteile sind giftig.
im handel werden auch mini-engelstrompeten angeboten. dabei handelt es sich aber manchmal um vertreter aus der verwandten gattung acnistus.

fotos ©: annette klippel, mannheim.
vermehrung
engelstrompeten (brugmansia) lassen sich durch samen oder stecklinge vermehren. wenn man sie aus samen anzieht, dauert es etwas länger, bis sie blühen.
die vermehrung der engelstrompete kann ganzjährig erfolgen. voraussetzung dafür ist ein halbwegs warmes plätzchen, bei temperaturen ab 20 grad.
engelstrompeten mit stecklingen vermehren
die stecklinge werden mit einem sauberen messer von der mutterpflanze getrennt. ich habe hier ein ca. 20 zentimeter langes stück gewählt und die unteren blätter entfernt.
man kann sie entweder im wasserglas bewurzeln lassen, oder direkt einpflanzen. als substrat kann normale blumenerde zum einsatz kommen. diese hält man in den ersten ca. vier wochen eher nass und anschließend nur noch gleichmäßig feucht.
der ideale standort für die aufzucht der jungen engelstrompeten ist hell, aber ohne direkte sonne. mit einem gefrierbeutel o. ä. muss man den topf nicht abdecken.
den oben abgebildeten steckling hatte ich im wasserglas auf der heizung stehen (lauwarm, nicht heiss). das hat sehr gut funktioniert.